Katholische Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gGmbh
Kath. Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz Soest
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Integration / Inklusion

In unserer Kindertageseinrichtung werden bis zu 3 Kinder innerhalb einer Gruppe mit bis zu 20 Kindern integrativ betreut. Das LWL schreibt hierzu Folgendes: „Die wohnortnahe, gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung in Kita wird finanziell gefördert. Das Kinderbildungsgesetz NRW ist entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in den Sozialgesetzbüchern die wohnortnahe integrative Erziehung, die bereits langjährig in Kitas umgesetzt wird, nochmals gesetzlich verankert.

Mit der Aussage, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut, gebildet und gefördert werden sollen, hat der Gesetzgeber den Integrationsgedanken nochmals deutlich hervorgehoben und auch die Forderung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgenommen.

Die bedarfsgerechte Förderung von Kindern mit Behinderung erfolgt als kombinierte Maßnahme der Eingliederungs- sowie Kinder- und Jugendhilfe. Dies gilt auch für die Behinderungen von U3 Kindern.

Viele Eltern dieser Kinder wünschen sich einen Betreuungsplatz in einer Kita „vor ihrer Haustür“. Somit kommen Kinder schneller zu Spielpartnern in der unmittelbaren Nachbarschaft und es entsteht ein sozialer Kontakt zwischen den Familien.

Die integrative Erziehung schafft im Rahmen einer ganzheitlichen Förderung vielfältige Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern, so dass alle Kinder vielfältige Entwicklungsreize erhalten. Kinder lernen von und gemeinsam mit Kindern.

Die verbesserte Qualität den Hilfebedarf der Kinder nahezukommen und entsprechende Förderbedingungen in unserer Einrichtung zu schaffen, liegt in der personellen Besetzung. Das LWL stellt dazu, wie eingangs schon erwähnt, finanzielle Mittel zur Verfügung. Daher ist in unserer Einrichtung eine heilpädagogische Fachkraft in einer Stammgruppe, welche integrative Kinder betreut, tätig. Sie wird konkret von einer Fachkraft innerhalb der Gruppe und vom gesamten Team unterstützt.

Es ist nicht selbstverständlich, dass neu angemeldete Kinder, von Anfang an integrativ betreut werden. Meist stellt sich erst im Laufe der Kindergartenzeit der erhöhte Bedarf heraus. Nach genauen Beobachtungen und Dokumentationen in den einzelnen Stammgruppen durch die Gruppenfachkräfte kristallisiert sich ein erhöhter Förderbedarf bei den jeweiligen Kindern heraus.

Zur Beantragung der finanziellen Mittel für die Personalkraftstunden der heilpädagogischen Fachkraft werden gerade auch diese Dokumentationen und Beobachtungen mit engmaschiger, vorheriger Absprache und Genehmigung der Eltern benötigt. Ein hochsensibles Miteinander mit Eltern und Mitarbeitern und einen informativen Austausch untereinander sind Grundvoraussetzung nicht nur für die Antragsstellung, sondern auch zum Wohle des von Behinderung bedrohten oder behinderten Kindes.

Dazu gehört auch der sensible Bereich und die hohe Verantwortung in der Übergangszeit zwischen Kindergartenzeit und Schuleintritt.

Wie bei jedem Kind gehören die Eingewöhnungsphase, die Beobachtungsbögen, die Portfolioarbeit und der sprachliche Entwicklungsbogen „BaSik“ prinzipiell dazu. Die speziellen Einschränkungen dieser Kinder werden zusätzlich dokumentiert und die Entwicklung und die Fördermaßnahmen, auch deren Erfolge, schriftlich fixiert.

Ein sehr enges Miteinander besteht ebenso zwischen den externen Institutionen wie Frühförderstellen, psychologische- und Familienberatung, Kinderärzte, Fachärzte und speziellen Kliniken. Der Austausch aller Informationen müssen selbstverständlich von den Eltern der betroffenen Kinder im Vorfeld genehmigt sein.

Ziele:

Jedes Kind hat das Recht, innerhalb der Gesellschaft alle seine Fähigkeiten so entwickeln zu können, dass es ihm auch später möglich ist, sozial integriert und nicht am Rande der Gesellschaft zu leben. Ziel ist es also, dass alle Kinder gemeinsam aufwachsen können. Sie sollen aufgrund eines Handicaps nicht gezwungen sein, ihren alltäglichen Lebensraum verlassen zu müssen.

Normalität bedeutet dann, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam spielen, lernen und leben. Wir schaffen den Raum, in dem das einzelne Kind Entwicklungsschritte nach seinem eigenem Rhythmus machen kann und nicht zu früh in eine bestimmte Richtung festgelegt wird.

Durch die gemeinsame Gruppenarbeit wird die Aufmerksamkeit füreinander geweckt, das Einfühlungsvermögen vertieft, Akzeptanz und Toleranz aufgebaut.

Durch Integration im Kindergarten bauen Kinder nicht nur keine Berührungsängste auf, sondern lernen auch, auf die abweichenden Bedürfnisse Anderer Rücksicht zu nehmen!

Ein tolerantes Zusammenleben von nicht behinderten und behinderten Menschen in einer Gesellschaft ist als Bereicherung anzusehen. Dabei sind die Grundlagen des pädagogischen Handeln im genauen Beobachten und Wahrnehmen des einzelnen Kindes sowie in der Gruppe notwendig, um dort ansetzen zu können, wo die einzelnen Fähigkeiten und Bedürfnisse liegen. Dazu ist die ständige Reflexion des Beobachteten, des eigenen Handelns und der Reaktion der Kinder notwendig.

Besondere Bedeutung kommt dem Wahrnehmen und Beobachten von Beziehungen der Kinder untereinander und zwischen Kindern und Fachkräften zu.

Dem Konzept für die einzelnen Fördermaßnahmen liegen Beobachtungen und Analysen zugrunde. Diese werden gemeinsam mit Eltern und Fachkräften erarbeitet. Dabei ist die Zusammenarbeit von pädagogischen Fachkräften und Eltern in der Integrationsarbeit in besonderer Weise notwendig und benötigt eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung zueinander. Wir sehen Eltern als Experten ihres Kindes und als gleichberechtigte Erziehungspartner an und nehmen diese Erziehungspartnerschaft ernst. Das bedarf regelmäßiger Kontakte miteinander. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem Aufnahmegespräch zu. In ihm geht es vor Allem um eine Abklärung folgender Punkte: die Erwartung der Eltern an unsere Kindertageseinrichtung, mögliche Grenzen für Fachkräfte und unserer Kita, gemeinsame Überlegungen, ob und was zur Aufnahme des Kindes möglicherweise organisiert werden muss.

Inklusion

In unserer Kindertageseinrichtung gibt es eine Vielzahl von Familien, Sprachen, Herkunft und Individuen. Inklusion bedeutet für uns, jedes einzelne Kind in seiner Lebenssituation mit seinen eigenen Voraussetzungen und seinen individuellen Fähigkeiten wichtig und ernst zu nehmen.

Inklusion und Integration sind eng miteinander verknüpft. Der Unterschied liegt darin, dass alle Kinder ob mit oder ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Sprachschwierigkeiten, mit oder ohne Entwicklungsauffälligkeiten, und auch Mädchen und Jungen gleichermaßen – so betreut und gebildet werden sollen, wie es ihrer Entwicklung entspricht. Alle Kinder haben das Recht auf eine Förderung ihrer Entwicklung, so dass sie sich individuell weiter entwickeln können.

In unserer Einrichtung spielen und lernen Kinder mit unterschiedlichen Nationalitäten, Unsere pädagogische Arbeit möchte anregen und neugierig machen für gegenseitige Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Weltanschauungen.

Die Präsenz und Wertschätzung verschiedener Kulturen bietet die Chance für vielfältige Erfahrungen. Im Umgang miteinander entwickeln sich kulturelle Aufgeschlossenheit und Offenheit gegenüber anderen Lebensgewohnheiten und Sprachen.

Wir sehen dies als Bestandteil unseres pädagogischen Gesamtkonzeptes. Wir erkennen die Lebensbedingungen, die kulturellen und religiösen Bindungen und Mehrsprachigkeit als Kompetenz der Kinder und deren Familien an. Kulturelle und soziale Einstellungen der Familien finden in unserer pädagogischen Arbeit besondere Berücksichtigung.

Bei einer mehrsprachigen Erziehung lassen wir die Bedeutung der Muttersprache nicht außer Acht. Wir stellen häufig mit den Kindern fest, welche Vorlieben und Gemeinsamkeiten sie haben. Kinder verstehen, dass Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse bei vielen Kindern gleich sind. Die Vielfalt wird bei uns als Normalität erfahren und gelebt. Gemeinsame Frühstücksangebote, gemeinsame Familienfeste mit Eltern und Kindern pflegen unsere Gemeinschaft des „Miteinander Wege gehen!“.