Katholische Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gGmbh
Kath. Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz Soest
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Kindeswohl

Der Gesetzgeber hat für die KiTas in den §§ 1 Abs. 3 und 8a SGB VIII den Kinderschutzauftrag festgeschrieben. Die Erfüllung grundsätzlicher Standards, wie räumliche, fachliche, wirtschaftliche und personelle Voraussetzungen ist für die Betriebserlaubnis unserer Kita verbindlich und wird über das Jugendamt als Aufsichtsbehörde überwacht. Ergänzend hat das Erzbistum Paderborn im Rahmen der Präventionsordnung Standards zum Schutz der Kinder formuliert, die sowohl vom Träger als auch von allen Mitarbeitenden einzuhalten sind.

Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, ihre Rechte zu achten und ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen zu fördern sind Pflichtaufgaben jeder KiTa und daher zentraler Bestandteil der gesamten Konzeption. Auf diese Weise werden Resilienz und mögliche Schutzfaktoren betont und nicht nur die Risikofaktoren in den Mittelpunkt gestellt. Die Fachkräfte in unserer Einrichtung erleben die Kinder viele Stunden am Tag, sie haben regelmäßig Kontakt zu den Eltern und verstehen ihre Aufgaben im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Die Fachkräfte sind sensibilisiert frühzeitig Anzeichen zu erkennen, die das Wohl des Kindes gefährden können. Sie unterstützen und beraten die Familie bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben, vermitteln Hilfe durch geeignete Fachkräfte und leiten ggf. konkrete Hilfen ein.

Die Kinderrechte

  1. Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht.
  2. Das Recht auf einen eigenen Namen und eine Staatszugehörigkeit.
  3. Das Recht auf Gesundheit.
  4. Das Recht auf Bildung und Ausbildung.
  5. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.
  6. Das Recht auf eine eigene Meinung und sich zu informieren, mitzuteilen, gehört zu werden und zu versammeln.
  7. Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und eine Privatsphäre.
  8. Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen wie Armut, Hunger und Krieg und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung
  9. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause.
  10. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung

Als familienergänzende Einrichtung sehen wir uns in der Pflicht, dass wir uns die Kinderrechte in unserem täglichen Handeln immer wieder vor Augen halten und wachsam sind.

Unser Versprechen:

  1. Wir nehmen Meinungen ernst und suchen nach Lösungen
  2. Wir geben klare Regeln und transparente Strukturen
  3. Wir sind offen, was das Rollen- und Geschlechterbild betrifft
  4. Wir machen Kinder stark für das Leben
  5. Wir schaffen Balance von Nähe und Distanz
  6. Wir bieten den Kindern Entscheidungsfreiräume
  7. Wir gestalten die Räume nach den Bedürfnissen der Kinder
  8. Wir schaffen Transparenz und ermöglichen Zusammenarbeit


Prävention

Folgende Grundsätze schaffen einen verbindlichen Rahmen für die Anwendung präventiver Strategien zur Verhinderung von Kindeswohlgefährdungen, beispielsweise körperliche oder seelische Vernachlässigung oder (sexualisierte) Gewaltanwendungen:

  • Mit Achtsamkeit wird darüber gewacht, dass Wertschätzung und Respekt in der Arbeit mit den Kindern, in der Zusammenarbeit mit den Eltern und im Umgang mit Mitarbeitenden und Vorgesetzten, auch und gerade in Belastungssituationen, gewahrt werden.
  • Die pädagogischen Beziehungen sind frei von jeder Form von Gewalt.
  • Die Kinder werden durch einen behutsamen Umgang mit Nähe und Distanz gestärkt. Ihre Grenzen werden geachtet.
  • Kinder und Eltern haben ein Recht auf Mitbestimmung und Beschwerde.
  • Pädagogische Handlungen und Entscheidungen werden transparent gestaltet.
  • Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Kinder und Eltern wissen, an wen sie sich wenden können.
  • Alle Mitarbeitenden setzen sich verpflichtend für den Schutz des Kindeswohls ein.

Alle Beschäftigten in unserer KiTa sind für Gefährdungen der Kinder durch Misshandlungen oder Missbrauch durch regelmäßige Schulungen von Seiten des Erzbistums Paderborn, je nach Verantwortungsbereich abgestuft, sensibilisiert. Sie legen nach der geltenden Präventionsordnung regelmäßig erweiterte Führungszeugnisse vor.

Die Qualifikation der Fachkräfte wird durch entsprechende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert und kontinuierlich weiterentwickelt (z. B. insoweit erfahrene Fachkraft nach §8a)